02.07.2026
Die Ruhr-Universität Bochum trauert um Dr. Erich Werthebach (8. März 1941 – 29. Juni 2026)
Mit Dr. Erich Werthebach verlieren die Ruhr-Universität Bochum und die IG Metall eine Persönlichkeit, die über viele Jahrzehnte die in der Bundesrepublik einzigartige Kooperation zwischen einer Universität und einer Gewerkschaft prägte. In der Zusammenarbeit verknüpfte er als Diplom-Ingenieur und promovierter Sozialwissenschaftler technische, sozial- und arbeitswissenschaftliche Perspektiven auf eine Weise, die schließlich auch für die Entwicklung der Transferstrategie der Ruhr-Universität bis heute von nachhaltiger Bedeutung ist.
Erich Werthebach studierte in Siegen Ingenieurwesen und schloss ab 1971 ein Studium der Sozialwissenschaft in Bochum an; in dieser Kombination entwickelte sich sein Interesse daran, Wissenschaft in die Arbeitswelt und die Arbeitswelt in die Wissenschaft zu tragen. Bereits an der Ausformulierung des 1975 geschlossenen Kooperationsvertrags zwischen dem Rektorat der Ruhr-Universität Bochum und dem Vorstand der IG Metall war er maßgeblich beteiligt. Nach seiner Promotion übernahm er 1979 die Leitung der neu gegründeten „Gemeinsamen Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum/IG Metall (RUB/IGM)“ und damit die Verantwortung für den Aufbau einer neuartigen Brückeneinrichtung in enger Kooperation mit dem Rektorat der RUB und dem naheliegenden IG Metall Bildungszentrum in Sprockhövel.
Unter seiner Leitung entwickelte sich die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2003 zu einer zentralen Plattform des Dialogs zwischen Wissenschaft, Gewerkschaften, Wirtschaft und Politik. Das Ziel seiner Kooperationsarbeit bestand darin, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis der Arbeitswelt nutzbar zu machen und in beide Bereiche zu vermitteln. Mit dem damals innovativen Format der Ringvorlesung wurden zentrale Zukunftsfragen der Arbeit, der Mitbestimmung, der beruflichen Bildung sowie der sozialen und technischen Gestaltung industrieller Transformationsprozesse aus der Perspektive der Wissenschaft und Gewerkschaften erörtert und dabei die Türen der Universität für Beschäftigte aus regionalen Unternehmen geöffnet.
In der Kooperationsarbeit folgte Dr. Werthebach der Prämisse, dass technischer Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung nur gemeinsam und interdisziplinär gedacht und gestaltet werden können. Die Gemeinsame Arbeitsstelle entwickelte sich damit zu einer Einrichtung, die heute weit über das Ruhrgebiet hinaus als Modell innovativer Wissenstransferstrategien wahrgenommen wird.
Dr. Werthebach hat maßgeblich zum Profil der Ruhr-Universität als gesellschaftlich engagierte Reformuniversität beigetragen. Der aktuelle Exzellenzantrag der RUB und der TU Dortmund zur Bildung eines Ruhr Innovation Lab steht gewissermaßen in der Tradition, die Dr. Erich Werthebach mit der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM begründet hat.
Die Ruhr-Universität Bochum und die IG Metall verlieren mit Dr. Erich Werthebach einen überaus geschätzten Wegbegleiter. Beide Institutionen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Die Ruhr-Universität Bochum trauert um Dr. Erich Werthebach (8. März 1941 – 29. Juni 2026)
Mit Dr. Erich Werthebach verlieren die Ruhr-Universität Bochum und die IG Metall eine Persönlichkeit, die über viele Jahrzehnte die in der Bundesrepublik einzigartige Kooperation zwischen einer Universität und einer Gewerkschaft prägte. In der Zusammenarbeit verknüpfte er als Diplom-Ingenieur und promovierter Sozialwissenschaftler technische, sozial- und arbeitswissenschaftliche Perspektiven auf eine Weise, die schließlich auch für die Entwicklung der Transferstrategie der Ruhr-Universität bis heute von nachhaltiger Bedeutung ist.
Erich Werthebach studierte in Siegen Ingenieurwesen und schloss ab 1971 ein Studium der Sozialwissenschaft in Bochum an; in dieser Kombination entwickelte sich sein Interesse daran, Wissenschaft in die Arbeitswelt und die Arbeitswelt in die Wissenschaft zu tragen. Bereits an der Ausformulierung des 1975 geschlossenen Kooperationsvertrags zwischen dem Rektorat der Ruhr-Universität Bochum und dem Vorstand der IG Metall war er maßgeblich beteiligt. Nach seiner Promotion übernahm er 1979 die Leitung der neu gegründeten „Gemeinsamen Arbeitsstelle Ruhr-Universität Bochum/IG Metall (RUB/IGM)“ und damit die Verantwortung für den Aufbau einer neuartigen Brückeneinrichtung in enger Kooperation mit dem Rektorat der RUB und dem naheliegenden IG Metall Bildungszentrum in Sprockhövel.
Unter seiner Leitung entwickelte sich die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2003 zu einer zentralen Plattform des Dialogs zwischen Wissenschaft, Gewerkschaften, Wirtschaft und Politik. Das Ziel seiner Kooperationsarbeit bestand darin, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis der Arbeitswelt nutzbar zu machen und in beide Bereiche zu vermitteln. Mit dem damals innovativen Format der Ringvorlesung wurden zentrale Zukunftsfragen der Arbeit, der Mitbestimmung, der beruflichen Bildung sowie der sozialen und technischen Gestaltung industrieller Transformationsprozesse aus der Perspektive der Wissenschaft und Gewerkschaften erörtert und dabei die Türen der Universität für Beschäftigte aus regionalen Unternehmen geöffnet.
In der Kooperationsarbeit folgte Dr. Werthebach der Prämisse, dass technischer Fortschritt und gesellschaftliche Entwicklung nur gemeinsam und interdisziplinär gedacht und gestaltet werden können. Die Gemeinsame Arbeitsstelle entwickelte sich damit zu einer Einrichtung, die heute weit über das Ruhrgebiet hinaus als Modell innovativer Wissenstransferstrategien wahrgenommen wird.
Dr. Werthebach hat maßgeblich zum Profil der Ruhr-Universität als gesellschaftlich engagierte Reformuniversität beigetragen. Der aktuelle Exzellenzantrag der RUB und der TU Dortmund zur Bildung eines Ruhr Innovation Lab steht gewissermaßen in der Tradition, die Dr. Erich Werthebach mit der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM begründet hat.
Die Ruhr-Universität Bochum und die IG Metall verlieren mit Dr. Erich Werthebach einen überaus geschätzten Wegbegleiter. Beide Institutionen werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.